Koppeln und Weiden
Die Schulhengste haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Die Hofbereiter sind bemüht, es jedem der kleinen Prinzen recht zu machen.
Sechs unterschiedliche Koppeln stehen den Pferden zur Verfügung, die Schimmelwiese, die Koppel an der Wagenremise, der Auslauf an der Liebesallee, Die Wiese am Golfhaus und die Wiese zum Mausoleum, insgesamt gut 7,5 Hektar Flächen. Auch der Zirkel am Reithaus wird bei sehr schlechtem Wetter zur lockeren Bewegung der Pferde genutzt. Sie werden longiert oder einfach freilaufend bespielt.
Beispiele gefällig?
Lipizzanerhengst Maestoso Amata und Knabstrupperhengst Boxter bestehen täglich darauf, auf die Wiese gebracht zu werden, während Knabstrupperhengst Pares sehr ungern länger als zwanzig Minuten draußen verweilt. Er steht dann am Tor und wiehert, bis ihn jemand abholt. Man kann ihm den Aufenthalt schmackhafter machen, indem man ihm den einzigen Wallach der Hofreitschule dazu stellt, den Geneten Bonmot du Roi, der allerdings allergisch auf Kriebelmücken reagiert und deshalb nur zu bestimmten Tageszeiten raus darf.
Lusitanohengst Goldi hat ganz eigene Ansprüche. Wenn Fliegen oder Mücken um ihn schwirren, dreht er auf dem Absatz um und möchte nicht auf die Koppel.
Berberhengst Raisulih zieht die Nahrungsaufnahme dem frisch-fröhlich Austoben vor und wird um seiner guten Figur willen auf den kleineren Auslauf gestellt, wo das Gras sehr kurz ist.
"Ausbrecherkönig" Calificador testet jeden Weidezaun auf dessen Leitfähigkeit und wenn es ihm zu milde erscheint, klettert er hinaus und kommt zurück zum Marstall gelaufen. Am liebsten ist er auf der Wiese an der Wagenremise.
Lusitanohengst Ulysses, Spitzname "Lisch" ist der gesprächigste Marstallbewohner. Vor allem wenn er seine Bereiterin und Bezugsperson Christin Krischke sieht, hört oder vermisst, lässt er sein hellklingendes, ungewöhnlich melodisches Wiehern hören, das alle Hofbereiter und Gäste zum Schmunzeln bringt.
